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IPv4-Konfiguration per DHCP Client Deamon (DHCPCD)

In Raspbian Jessie ist standardmäßig ein DHCP Client Daemon (DHCPCD) aktiviert. Der offiziell empfohlene Weg eine IPv4-Konfiguration vorzunehmen, ist über den DHCPCD, der dafür eine Konfigurationsdatei bereithält.
Hierzu ist es wichtig festzustellen, ob der „dhcpcd“ überhaupt aktiv ist.

 sudo service dhcpcd status

Liefert der Status einen installierten, aber abgeschalteten „dhcpcd“, dann empfiehlt es sich diesen einzuschalten. Erst dann sollte man die Konfiguration über den „dhcpcd“ vornehmen.

 sudo service dhcpcd start
 sudo systemctl enable dhcpcd

Bevor man an die Konfiguration über den „dhcpcd“ vornimmt, sollte man den Original-Zustand der Datei „/etc/network/interfaces“ wieder herstellen (fllas sie geändert wurde). Die Schnittstellen müssen in der Option „iface“ auf „manual“ gesetzt sein.
Zur statischen IPv4-Konfiguration öffnet man die Datei „/etc/dhcpcd.conf“.

 sudo nano /etc/dhcpcd.conf

Hier trägt man beispielhaft folgende Zeilen ein:

 interface eth0
 static ip_address=192.168.1.2/24
 static routers=192.168.1.1
 static domain_name_servers=192.168.1.1

Bei der Vergabe der IP-Adresse muss man darauf achten, dass man eine wählt, die noch NICHT verwendet wird und sich auch nicht im Adress-Pool des DHCP-Servers befinden. Ansonsten wird es zu Verbindungsproblemen im Netzwerk kommen.
Die Zeile „static ip_address=192.168.1.2/24“ gibt die IPv4-Adresse „192.168.1.2“ mit der Subnetzmaske „255.255.255.0“ an. Die Angabe „24“ ist eine Kurzschreibweise für die Subnetzmaske.
Nachdem man die Änderungen vorgenommen hat kann man die Datei speichern und schließen: Strg+O, Return, Strg+X.
Man hat jetzt nur die Datei geändert. Die Änderungen wurden aber noch nicht in die aktuelle Netzwerk-Konfiguration übernommen. Grundsätzlich empfiehlt sich hier ein Reboot, wenn man per SSH die Konfiguration vorgenommen hat.

 sudo reboot

Weniger radikal ist es, das „networking“ neu zu starten. Das ist aber nur sinnvoll, wenn man NICHT per SSH mit dem Raspberry Pi verbunden ist.

 sudo service networking restart

Alternativ kann man das Interface „eth0“ aus- und wieder einschalten. Auch das ist nur dann sinnvoll, wenn man NICHT per SSH verbunden ist, sondern lokal mit Bildschirm und Tastatur am Raspberry Pi sitzt.

 sudo ifdown eth0
 sudo ifup eth0

Dadurch wird das Interface „eth0“ beendet und neu gestartet. Beim Start werden die Einstellungen übernommen. Danach müsste der Raspberry Pi mit seiner statischen IPv4-Adresse erreichbar sein.

staticip.txt · Zuletzt geändert: 2017/10/16 23:43 von 127.0.0.1

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